Wolters Gasthaus

Gasthaus zur Post

Geschichte des Gasthaus Wolters

Im Jahr 1911 wurde das ehemalige Gasthaus Berner von Heinrich Wolters übernommen. Dieser hatte zuvor von 1903-1911 in New York als Fleischer und Barkeeper gearbeitet und baute sich, als er nach Deutschland zurückkam, in Staffhorst eine neue Existenz auf. Die Gaststätte hatte damals neben der Gastwirtschaft auch Landwirtschaft sowie einen Eisenwaren-, Kolonialwaren- und Kohlenhandel und die Poststelle.

1948 kam Werner Wolters nach Staffhorst um den Betrieb von seinem Onkel Heinrich zu übernehmen, da dieser nach dem Tod der eigenen drei Kinder einen Nachfolger suchte. Diese trat er im Jahr 1956 endgültig an, als Heinrich Wolters verstarb.

Im Mai 1957 heiratete Werner seine Mariechen, die auf seinen Touren als Postbote kennenlernte und die sich fortan mit um die Geschicke des Betriebes kümmerte. Werner war für das austragen der Post zuständig und kümmerte sich um die Landwirtschaft, während Mariechen den Lebensmittelladen schmiss. Zusammen leiteten sie die Gastwirtschaft – Mariechen vor allem in der Küche, Werner eher hinter dem Tresen.

1968 wurde die zum Saal umfunktionierte Diele saniert und erweitert, nachdem sie in der Nachkriegszeit als Gefangenenlager fungierte. Im Laufe der Jahre weitete sich der Betrieb aus, auch weil das Gasthaus Wolters die einzig verbliebene Kneipe von ehemals vier Gaststätten in Staffhorst wurde. Im Jahr 1991 stieg dann auch Friedhelm „Fidi“ Wolters in den Familienbetrieb mit ein, um diesen auf lange Sicht zu übernehmen.

Werner ging schließlich 1993 in Rente und gab damit die Poststelle im eigenen Gasthaus auf, um sich fortan nur noch um die Geschicke der Kneipe zu kümmern. Seit diesem Jahr zählt auch das Irish Open Air am ersten Samstag im August zum festen Bestandteil im Kalender des Betriebes.

1998 schloss dann der Lebensmittelladen und seitdem widmet man sich ausschließlich nur noch dem der Kerngeschäft als Gaststätte. 2 Jahre später im Jahr 2000 übernahm Fidi den Betrieb von seinen Eltern, die jedoch weiterhin bis zum Schluss kräftig mit Hand anlegten.

Ab 2001 wirkte dann auch Friedhelms spätere Ehefrau Daniela mit; zunächst im Service und später dann auch in der Küche, die sie im Laufe der Zeit langsam von Mariechen übernahm. Seitdem leiten Friedhelm und Daniela in inzwischen 3.Familiengeneration zusammen das Gasthaus Wolters und sorgen durch verschiedenste Ideen und stückweise Veränderungen wie der Saalrenovierung 2015 dafür, dass Tradition bewahrt wird und Innovation in Maßen Einzug erhält, um noch lange für ihre Besucher ein attraktives Ziel darzustellen.

Seit 2010 haben die Beiden mit Ailis eine gemeinsame Tochter, die vielleicht eines Tages dafür sorgt, dass das Gasthaus Wolters auch in 4. Generation in Familienhand bleibt und noch lange vielen Gästen Freude bereitet.